Katholikentag 2022

 

„Kraft geben, um Leben zu teilen“

Katholikentag 2022: „Kraft geben, um Leben zu teilen“
Großereignis beschäftigt sich mit den Folgen von Krieg, Pandemie und Missbrauchsskandal

Der 102. Deutsche Katholikentag in Stuttgart vom 25. bis 29. Mai wird sich unter anderem mit den Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, mit den gesellschaftlichen Veränderungen nach zwei Jahren Pandemie, mit dem Missbrauchsskandal und der Kirchenreform beschäftigen. Das gaben die Verantwortlichen auf einer Pressekonferenz bekannt.

„Was für Zeiten! Wir erleben einen völkerrechtswidrigen Krieg in der Ukraine. Wir müssen uns neu der Frage nach den Menschenrechten stellen und ihre internationale Gültigkeit durchsetzen. Und wir müssen uns mit einer seit zwei Jahren existenten Pandemie beschäftigen, die unser aller Leben radikal verändert hat“, sagte die Präsidentin des Katholikentags und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Dr. Irme Stetter-Karp. Nach „Zusammenhalt und Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu fragen“, heiße aber auch, „sich den Abgründen und Aufbrüchen unserer Kirche zu stellen.“ Dies werde der Katholikentag leisten. „Er soll wieder Kraft geben, Leben zu teilen – wie es das Leitwort des Katholikentags uns aufgibt.“

Bischof Dr. Gebhard Fürst, dessen Diözese Gastgeberin des Katholikentags ist, appellierte an die Menschen im Land, gerade in diesen Zeiten zu kommen. Schon immer seien Katholikentage Orte gewesen, „an denen die Themen besprochen wurden, die den Menschen auf den Nägeln brannten. Und selten mag es in den vergangenen Jahren brennendere Themen gegeben haben als jetzt.“

Digitales „Programmbuch“

Dr. Thomas Großmann, Leiter der Abteilung Katholikentage und Großveranstaltungen beim ZdK, verwies auf Neuerungen. Dazu zählen unter anderem das „Zentrum Regenbogen“ von und für queere Menschen und eine Lebenswelt für junge Erwachsene, die an der Schwelle zwischen Ausbildung und Beruf stehen. Zahlreiche prominente Persönlichkeiten hätten ihr Kommen zugesagt, darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, die Vizepräsidentinnen Katrin Göring-Eckardt und Petra Pau sowie mehrere Bundesminister*innen.

Eine weitere Neuerung ist auch, dass es statt des bisher üblichen 600-seitigen Programmbuches das gesamte Programm ausschließlich digital auf der Website des Katholikentags unter www.katholikentag.de/programm oder bald als App gibt. Das eröffne neue Möglichkeiten, „das zu finden, was Sie interessiert“, sagte Großmann. Um den Teilnehmenden den Übergang vom Analogen zum Digitalen leicht zu machen, werde es bald eine 80-seitige Broschüre geben, die unter anderem ausführlich in die digitale Programmdarstellung einweist.

Pressemitteilung ZdK/EK, In: Pfarrbriefservice.de

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