Umgestaltung St. Antonius

Umgestaltung des Innenraumes der Pfarrkirche durch Friedrich Press und Wolfram Starke

Ein großer Einschnitt im Leben der Katholischen Kirche bedeutete das 2. Vatikanische Konzil (1962-1965). In seiner Folge wurde vielerorts der Innenraum der Kirchen verändert. Der Hochaltar wurde ersetzt durch einen Altar, der in die Mitte der Gemeinde gerückt wurde. So sollte es auch in der St. Antoniuskirche geschehen. 1972 beschlossen Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat, die Umgestaltung der Kirche einzuleiten. Es wurde festgelegt, dass mit bescheidenen Mitteln und mit Materialien, die für die Lausitz typisch sind, gearbeitet werden soll. Der Bildhauer Friedrich Press und der Architekt Wolfram Starke, beide aus Dresden, konnten für das Projekt gewonnen werden.

Altarwand und Altar

Die Umgestaltung erfolgte ab 1975 und war im wesentlichen 1979 abgeschlossen. Die Bauausführung erfolgte durch die Gemeinde selbst.

Als Thema für die Altarwand wurde gewählt: "Durch das Kreuz zur Auferstehung". Als Material wurde gesandeltes Kiefernholz verwendet. Aus dem gleichen Material sind Altar, Ambo, Tabernakel, Kreuzweg mit Beichtstühlen und die Empore gefertigt.

Überragt wird der Kirchenraum durch das 8m hohe Kreuz, ein auf die Gemeinde zugehender Christus mit einer deutlich sichtbaren Herzwunde. Hinter dem Kreuz befindet sich seit dem Umbau die Orgel der Fa. Jehmlich aus Dresden. Sie steht für die österliche Herrlichkeit, das Ziel der Gemeinde, zu dem hin Christen unterwegs sind.

Empore

Die Rückwand des Kirchenraumes wurde mit der neu gestalteten Empore aufgewertet. Darunter befindet sich der verglaste Eingangsbereich und der Hauptzugang zur Kirche. Links und rechts in den Seitengängen befinden sich die Beichtstühle mit dem Kreuzweg.

Beichtstuhl Nordseite mit Kreuzwegstationen 8-14

Die 14. Stationen des Kreuzweges wurden links und rechts der beiden Beichtstühle in vier Gruppen gestaltet. Die einzelnen Szenen sind durch eine stilisierte Gestaltung hervorgehoben. Nachfolgend sind hier drei Stationen zu sehen:


8. Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen


12. Station: Jesus stirbt am Kreuz 14. Station: Jesus wird ins Grab gelegt

Die durch die Altarwand abgetrennte Apsis der Kirche wurde zu einem Oktogon erweitert und ist jetzt eine Werktagskapelle mit 26 Sitzplätzen.

Werktagskapelle

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